Cannabis wurde in mehreren Ländern rund um die Welt legalisiert. Bei verschiedenen gesundheitlichen Beschwerden hat sich Cannabis als förderlich erwiesen, doch wie anderen Kulturpflanzen auch, kann es schädliche Stoffe wie zum Beispiel Mykotoxine enthalten. Um Konsumenten zu schützen, ist es wichtig, Sicherheitsstandards für Cannabis und Cannabisprodukte anzuwenden und zu überwachen.

Mykotoxine in Cannabis

Vor mehr als 40 Jahren wurde in der wissenschaftlichen Zeitschrift Mycopathologia ein Artikel veröffentlicht, der beschrieb, dass Aspergillus flavus und Aspergillus parasiticus unter günstigen Bedingungen in Cannabis wachsen und Aflytoxine produzieren können.

Mykotoxine sind sekundäre Stoffwechselprodukte, die von Schimmelpilzen gebildet werden. Allerdings produzieren nicht alle Pilze Mykotoxine und selbst die Pilze, die Mykotoxine bilden können, tun dies nicht immer. Die Bildung von Mykotoxinen hängt von der Temperatur, dem pH-Wert, der Feuchtigkeit und der Vorhandensein von Pflanzensubstraten ab.

Manche Mykotoxine, wie zum Beispiel Aflatoxine, sind als Karzinogene bekannt und daher weltweit gesetzlich geregelt. Für verschiedene Lebensmittel gelten strenge Grenzwerte. Für Cannabis bzw. Cannabisprodukte wird, wo diese legalisiert wurden, eine gesetzliche Regelung diskutiert. Aus diesem Grund sollten sie, ebenso wie Lebensmittel oder Arzneimittel, auf Rückstände und Kontaminanten geprüft werden. Das bedeutet, dass für Cannabis dieselben Sicherheitsstandards angewendet werden sollten wie für Lebensmittel und mittels Routine-Monitoring sicherzustellen ist, dass vermarktete Produkte diese Standards auch einhalten.

In Bezug auf die Mykotoxinanalytik sind Immunaffinitätssäulen für die Aufreinigung von diversen komplexen Matrices bereits gut etabliert, und zwar für alle gesetzlich regulierten Mykotoxine, einschließlich Aflatoxin. Die Säulen wurden gründlich validiert und können für eine Vielzahl von pflanzlichen Produkten angewendet werden, wie zum Beispiel Heilkräuter, die in Bezug auf die Matrix Ähnlichkeiten zu Cannabis ausweisen.

R-Biopharm ist ein weltweiter Marktführer und bietet seit über 30 Jahren Lösungen für die Mykotoxinanalytik. Die entwickelten Testkits können für eine Vielzahl von Proben angewendet werden. Alle Produkte sind unter dem Standard „BS EN ISO 9001:2015 Quality Management Systems“ hergestellt und geprüft.

Mikrobielle Pathogene in Cannabis

Zu Beginn des Jahres 1981 gab es quer durch die USA einen starken Anstieg von Salmonelleninfektionen. Durch Untersuchungen wurde Marijuana als Infektionsquelle identifiziert. Die Übertragung findet für gewöhnlich durch den Kontakt mit kontaminiertem Pflanzenmaterial statt, z.B. beim Drehen von Zigaretten. Doch eine Ansteckung kann auch durch die Berührung von kontaminierten Oberflächen oder von Mensch zu Mensch erfolgen. Und Salmonellen sind nicht die einzigen mikrobiellen Pathogene, die Cannabisprodukte kontaminieren können.

Mit der Legalisierung von Cannabis in immer mehr Ländern gibt es zunehmend Bedenken in Bezug auf die mikrobiologische Sicherheit von Cannabisprodukten. Zu den relevanten Pathogenen zählen Salmonellen, E. coli, coliforme Bakterien und Shigatoxin-produzierende E. coli (STEC).

Testsysteme für die Analytik von Mykotoxinen in Cannabis

Cannabis ist eine komplexe Matrix. Deshalb empfiehlt sich vor der Analyse mit HPLC oder LC-MS/MS eine Probenaufreinigung mit Immunaffinitätssäulen, um bei niedrigen Nachweisgrenzen verlässliche und präzise Ergebnisse zu erzielen. Für Labore mit einem hohen Probendurchsatz kann die Analyse mit Hilfe von Online-Affinitätskartuschen automatisiert werden, was die Genauigkeit und die Leistungsfähigkeit verbessert.

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