{"id":100886,"date":"2018-04-03T08:31:05","date_gmt":"2018-04-03T08:31:05","guid":{"rendered":"https:\/\/food.r-biopharm.com\/news\/schadstoffe-im-futternapf-wie-sicher-ist-tiernahrung\/"},"modified":"2023-04-21T13:50:44","modified_gmt":"2023-04-21T11:50:44","slug":"schadstoffe-im-futternapf-wie-sicher-ist-tiernahrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/food.r-biopharm.com\/de\/news\/schadstoffe-im-futternapf-wie-sicher-ist-tiernahrung\/","title":{"rendered":"Schadstoffe im Futternapf: Wie sicher ist Tiernahrung?"},"content":{"rendered":"<strong>Egal ob f\u00fcr Hund, Katze, Vogel, Rind oder Schwein: Tierfutter sollte gesund und frei von Schadstoffen sein. Dass das in der Realit\u00e4t nicht immer der Fall ist, zeigten k\u00fcrzlich mehrere R\u00fcckrufaktionen. Wir haben zusammengefasst, welche Kontaminanten man als Hersteller im Blick haben sollte.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Wie beim Menschen h\u00e4ngt auch bei Tieren die Gesundheit und Leistungsf\u00e4higkeit entscheidend von einer ausgewogenen Ern\u00e4hrung ab. In der Nutztierhaltung ist die Qualit\u00e4t des Futtermittels ein entscheidender Erfolgsfaktor \u2013 und auch bei Haustiernahrung steigen die Qualit\u00e4tsanspr\u00fcche. Klar ist: Tierfutter sollte auf die jeweilige Tierart angepasst sein, ausreichend N\u00e4hrstoffe enthalten und frei von unerw\u00fcnschten oder verbotenen Stoffen sein. Um das zu gew\u00e4hrleisten, unterliegen Futtermittel strengen Richtlinien. Regelm\u00e4\u00dfige Analysen sind daher unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<h3>1.\u00a0\u00a0 Mikrobiologische Kontamination<\/h3>\n<p>Salmonellen waren der Grund f\u00fcr gleich mehrere R\u00fcckrufe in den vergangenen Wochen, betroffen waren z.B. Hunde-Leckerli und Sojaschrot. Vor allem eiwei\u00dfreiche Futtermittel sind anf\u00e4llig f\u00fcr Kontaminationen, denn sie bieten einen guten N\u00e4hrboden f\u00fcr die Bakterien. Werden Tiere mit kontaminiertem Futter gef\u00fcttert, kann das Infektionen verursachen. Problematisch ist das insbesondere bei Nutztieren, denn die Salmonellen k\u00f6nnen durch Schmierinfektion auch in Milch, Eier und Fleisch der Tiere gelangen. Neben Salmonellen k\u00f6nnen auch andere Bakterien sowie Hefen und Schimmelpilze Kontaminationen von Tierfutter verursachen. Die \u00dcberwachung pathogener Mikroorganismen sowie der Gesamtkeimzahl ist daher eine wichtige Aufgabe bei der Herstellung von Futtermitteln.<\/p>\n<h3>2.\u00a0\u00a0 R\u00fcckst\u00e4nde<\/h3>\n<p>Fleisch, das zur Herstellung von Futtermitteln verwendet wird, unterliegt ebenso wie Fleisch f\u00fcr den menschlichen Verzehr strengen Kontrollen. Dennoch kann es vorkommen, dass sich im Fleisch unerlaubte R\u00fcckst\u00e4nde von Hormonen, Antibiotika oder sonstigen Tierarzneimitteln finden. Mit <a href=\"https:\/\/food.r-biopharm.com\/de\/analyten\/rueckstaende-und-schadstoffe\/?fwp_technologies_fselect=elisa-de\">ELISA-Tests <\/a>kann eine Vielzahl solcher Substanzen zeitnah nachgewiesen werden. Daneben k\u00f6nnen auch R\u00fcckst\u00e4nde von Pflanzenschutzmitteln (Pestizide) oder D\u00fcngemitteln (Nitrat) ins Tierfutter gelangen. In der EU sind H\u00f6chstmengen f\u00fcr R\u00fcckst\u00e4nde, sogenannte Maximum Residue Limits, festgelegt.<\/p>\n<h3>3.\u00a0\u00a0 Mykotoxine<\/h3>\n<p>Mykotoxine sind Gifte, die von Schimmelpilzen gebildet werden. Sie k\u00f6nnen bei Tieren schon in geringen Konzentrationen Wachstums- und Fruchtbarkeitsst\u00f6rungen verursachen. Vor allem Getreide wird h\u00e4ufig von Schimmelpilzen befallen und kann daher kontaminiert sein. F\u00fcr das Mykotoxin Aflatoxin B1 ist in der Futtermittelverordnung ein H\u00f6chstgehalt festgelegt, f\u00fcr Deoxynivalenol (DON), Zearalenon, Ochratoxin und Fumonisin hat die EU-Kommission Richtwerte definiert. Mykotoxine lassen sich mit Hilfe von <a href=\"https:\/\/food.r-biopharm.com\/de\/analyten\/mykotoxine\/?fwp_technologies_fselect=lateral-flow-assays-de\">Lateral Flow Tests<\/a> schnell und einfach vor Ort nachweisen. Durch fl\u00e4chendeckende Kontrollen und vorbeugende Ma\u00dfnahmen sind Funde von Mykotoxinen in Futtermitteln sehr selten geworden.<\/p>\n<h3>4.\u00a0\u00a0 Gentechnisch ver\u00e4nderte Organismen (GVO)<\/h3>\n<p>Das in der Futtermittelproduktion gern verwendete Sojaschrot wird h\u00e4ufig aus gentechnisch ver\u00e4nderten Sojabohnen hergestellt. Auch Mais, Raps und Reis stammen oft von gentechnisch ver\u00e4nderten Pflanzen. In der EU sind verschiedene GVO zugelassen, sie m\u00fcssen aber ab einem Schwellenwert von 0,9 % deklariert werden. Wer gentechnikfreie Futtermittel herstellt, muss dies mit Hilfe entsprechender Analysen \u00fcberpr\u00fcfen; die Methode der Wahl ist hierf\u00fcr die real-time PCR.<\/p>\n<h3>5.\u00a0\u00a0 Schwermetalle<\/h3>\n<p>Schwermetalle k\u00f6nnen f\u00fcr Mensch und Tier gesundheitssch\u00e4dlich sein und auch chronische Vergiftungen hervorrufen. Sie gelangen \u00fcber B\u00f6den, D\u00fcngemittel oder Zusatzstoffe in das Futtermittel. Vor allem Blei wurde schon h\u00e4ufiger in Tiernahrung nachgewiesen \u2013 zuletzt Ende Januar in Hundefutter aus Schweden. F\u00fcr Blei, Cadmium, Quecksilber, Arsen und Fluor wurden in der EU H\u00f6chstwerte festgelegt.<\/p>\n<h3>6.\u00a0\u00a0 Dioxine<\/h3>\n<p>Dioxine sind organische Schadstoffe, die sich in der Umwelt anreichern und ubiquit\u00e4r in B\u00f6den, Gew\u00e4ssern, Pflanzen und Tieren anzutreffen sind. F\u00fcr Dioxin und die ebenfalls giftigen Polychlorierten Biphenyle (PCB) in Futtermitteln wurden in der EU H\u00f6chstwerte festgelegt.<\/p>\n<h3>Rechtliche Regelungen f\u00fcr Tierfutter:<\/h3>\n<p><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/futtmv_1981\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Futtermittelverordnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:32009R0767\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Verordnung (EG) Nr. 767\/2009<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:32002L0032\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Richtlinie 2002\/32\/EG<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:32009R0152\">Verordnung (EG) Nr. 152\/2009<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/LexUriServ\/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2006:229:0007:0009:DE:PDF\">Empfehlung 2006\/576\/EC<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><p><a href=\"mailto:sales@r-biopharm.de\" title=\"M\u00f6chten Sie mehr \u00fcber den Nachweis von Schadstoffen in Tierfutter erfahren? Unsere Futtermittel-Experten helfen Ihnen gern!\" class=\"button button--large\">Kontakt<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Egal ob f\u00fcr Hund, Katze, Vogel, Rind oder Schwein: Tierfutter sollte gesund und frei von Schadstoffen sein. Dass das in der Realit\u00e4t nicht immer der Fall ist, zeigten k\u00fcrzlich mehrere R\u00fcckrufaktionen. Wir haben zusammengefasst, welche Kontaminanten man als Hersteller im Blick haben sollte.<\/p>\n","protected":false},"author":27,"featured_media":118287,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_seopress_robots_primary_cat":"none","_seopress_titles_title":"Schadstoffe im Futternapf: Wie sicher ist Tiernahrung?","_seopress_titles_desc":"Egal ob f\u00fcr Hund, Katze, Vogel, Rind oder Schwein: Tierfutter sollte gesund und frei von Schadstoffen sein. 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