{"id":57490,"date":"2015-11-20T16:31:46","date_gmt":"2015-11-20T16:31:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.r-biopharm.com\/de\/?p=57490"},"modified":"2019-07-29T06:58:44","modified_gmt":"2019-07-29T06:58:44","slug":"lebensmittelfaelschung-in-jedem-dritten-fisch-steckt-nicht-das-was-draufsteht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/food.r-biopharm.com\/de\/news\/lebensmittelfaelschung-in-jedem-dritten-fisch-steckt-nicht-das-was-draufsteht\/","title":{"rendered":"Lebensmittelf\u00e4lschung: In jedem dritten Fisch steckt nicht das, was draufsteht"},"content":{"rendered":"<strong>Kommt nach dem Pferdfleischskandal jetzt der n\u00e4chste Fall von Lebensmittelf\u00e4lschung? In Br\u00fcssel wurden k\u00fcrzlich Fischgerichte analysiert. Das erschreckende Ergebnis: Jedes dritte in Restaurants servierte Fischgericht enth\u00e4lt eine andere Fischart als angegeben. Wo wird besonders oft get\u00e4uscht, was bedeutet das f\u00fcr den Verbraucher und wie werden Lebensmittelf\u00e4lschungen \u00fcberhaupt nachgewiesen?<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Es ist eine bittere Nachricht f\u00fcr alle Fischliebhaber: Wer im Restaurant Kabeljau oder gegrillte Seezunge bestellt, bekommt nicht immer auch den erwarteten Fisch serviert. Dies zeigt das Institut \u201eOceana\u201c in einer k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten Untersuchung, f\u00fcr die 280 Fischproben aus \u00fcber 150 verschiedenen Restaurants und Kantinen in Br\u00fcssel gesammelt wurden. Das Ergebnis der anschlie\u00dfenden DNA-Analyse: In 31,8 % der F\u00e4lle wurde den Testern ein anderer Fisch serviert, als auf der Speisekarte angegeben. Bei bestimmten Fischsorten lag der Anteil der falsch gekennzeichneten Ware sogar bei 95 %.<\/p>\n<p><strong>Hier die wichtigsten Ergebnisse der Analyse im \u00dcberblick:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Der Rote Thunfisch aus dem Atlantik wurde in 95 % der F\u00e4lle durch billigere tropische Thunfisch-Arten ersetzt, wie den Gelbflossen-Thunfisch oder den Gro\u00dfaugen-Thunfisch<\/li>\n<li>Kabeljau wurde in 13 % der F\u00e4lle durch verschiedene g\u00fcnstigere Fischarten ersetzt, meist durch Pangasius oder Seelachs<\/li>\n<li>Seezunge wurde in 11 % der F\u00e4lle durch billigere Plattfischarten ersetzt<\/li>\n<\/ul>\n<p>Den vollst\u00e4ndigen Bericht finden Sie auf der <a href=\"http:\/\/eu.oceana.org\/en\/press-center\/press-releases\/one-out-three-fish-served-brussels-not-what-consumers-pay\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Website des Oceana-Instituts<\/a>.<\/p>\n<h3>Falsch gekennzeichneter Fisch: Verbrauchert\u00e4uschung und Umweltproblem<\/h3>\n<p>Doch wie kommt ein falscher Fisch ins Essen? Manchmal geschieht das v\u00f6llig unbeabsichtigt schlichtweg dadurch, dass einige Fischarten auch f\u00fcr Experten nur schwer zu unterscheiden sind. Nat\u00fcrlich wird aber auch absichtlich falsch gekennzeichnet, schlie\u00dflich verdienen H\u00e4ndler daran, wenn sie eine billige Fischart als teure Fischart deklarieren. Aus rechtlicher Sicht ist dieses Vorgehen oftmals auch gar nicht illegal. Zwar ist in der EU-Verordnung 1379 festgelegt, dass Fischprodukte im Handel sowohl mit ihrer Handelsbezeichnung als auch mit dem wissenschaftlichen Namen gekennzeichnet werden m\u00fcssen. In Restaurants darf jedoch ganz allgemein ein \u201eThunfisch\u201c auf der Speisekarte stehen \u2013 ohne die genaue Bezeichnung wie \u201eThunnus thynnus\u201c oder \u201eThunnus obesus\u201c.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Verbraucher ist der Austausch einer Fischart durch eine andere v\u00f6llig ungef\u00e4hrlich und in der Regel erkennt er den Unterschied auch gar nicht. W\u00e4hrend es f\u00fcr ihn lediglich \u00e4rgerlich ist, wenn ihm ein Fisch von minderer Qualit\u00e4t als teurer Fisch verkauft wird, ergibt sich jedoch f\u00fcr die Umwelt ein viel weitreichenderes Problem: Weil sich mit den billigeren Fischarten gutes Geld verdienen l\u00e4sst, sind viele dieser Arten heute dramatisch \u00fcberfischt und teilweise vom Aussterben bedroht. Strengere Kontrollen sind also wichtig, um den Fischbestand zu sichern und weitere Lebensmittelskandale zu vermeiden.<\/p>\n<h3>Fischarten-Nachweis mit SureFood\u00ae FISH ID<\/h3>\n<p>F\u00fcr den Nachweis einer bestimmten Tierart hat sich das <strong>Real-time PCR <\/strong>Verfahren etabliert, das in der Anwendung deutlich schneller und komfortabler ist als das klassische PCR-Verfahren. Beim Real-time PCR wird der Probe ein Farbstoff zugegeben, anschlie\u00dfend wird in mehreren Zyklen die Fluoreszenz gemessen. Mit dieser Methode, die mit allen handels\u00fcblichen PCR-Ger\u00e4ten durchgef\u00fchrt werden kann, dauert die DNA-Analyse nur noch 1,5 Stunden. R-Biopharm bietet derzeit das gr\u00f6\u00dfte Sortiment an Real-time PCR-Testsystemen zur Fischartenbestimmung. Unter der Namen <a title=\"SureFood\u00ae FISH ID\" href=\"http:\/\/www.r-biopharm.com\/de\/produkte\/lebensmittel-futtermittelanalytik\/tierartennachweis\/fisch\">SureFood\u00ae FISH ID<\/a> haben wir Test-Kits f\u00fcr die relevantesten Spezies wie beispielsweise Heilbutt, Lachs, Seelachs, Dorsch und Forelle im Angebot; weitere Test-Kits sind in Planung.\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommt nach dem Pferdfleischskandal jetzt der n\u00e4chste Fall von Lebensmittelf\u00e4lschung? In Br\u00fcssel wurden k\u00fcrzlich Fischgerichte analysiert. Das erschreckende Ergebnis: Jedes dritte in Restaurants servierte Fischgericht enth\u00e4lt eine andere Fischart als angegeben. 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