{"id":59079,"date":"2016-01-13T15:41:11","date_gmt":"2016-01-13T14:41:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.r-biopharm.com\/de\/?p=59079"},"modified":"2022-11-21T09:58:29","modified_gmt":"2022-11-21T08:58:29","slug":"antibiotics-in-meat-5-facts-about-residues-in-food-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/food.r-biopharm.com\/de\/news\/antibiotics-in-meat-5-facts-about-residues-in-food-2\/","title":{"rendered":"Antibiotika im Fleisch: 5 Fakten zu R\u00fcckst\u00e4nden in Lebensmitteln"},"content":{"rendered":"<strong>Antibiotikar\u00fcckst\u00e4nde in Lebensmitteln sind in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus ger\u00fcckt. Die Verunsicherung ist gro\u00df: Wie gef\u00e4hrlich sind die R\u00fcckst\u00e4nde f\u00fcr den Verbraucher wirklich? Und wie kann man sichergehen, dass ein Lebensmittel unbelastet ist? 5 Fragen und Antworten.<\/strong><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p><\/p>\n<h3>1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wie kommen Antibiotika ins Fleisch?<\/h3>\n<p>Werden Nutztiere mit Antibiotika behandelt, setzen sich R\u00fcckst\u00e4nde des Arzneimittels im Gewebe der Tiere ab. R\u00fcckst\u00e4nde gelangen dabei nicht nur ins Fleisch, sondern auch in andere Produkte tierischen Ursprungs wie Milch, Eier oder Honig. Der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung ist weit verbreitet und oft auch unumg\u00e4nglich. Durch die Haltung der Tiere auf engstem Raum k\u00f6nnen sich Infektionen schnell ausbreiten. Eine Behandlung der kranken Tiere und oft auch eine vorsorgliche Behandlung der \u00fcbrigen Tiere ist daher notwendig. Verboten ist hingegen der Einsatz von Antibiotika als Masthilfsmittel.<\/p>\n<h3>2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sind Antibiotika ein Gesundheitsrisiko?<\/h3>\n<p>Antibiotika sind wichtige Arzneimittel f\u00fcr die Behandlung von bakteriellen Infektionen. Antibiotikar\u00fcckst\u00e4nde in Lebensmitteln k\u00f6nnen jedoch auch potentiell kanzerogene, toxische oder allergieausl\u00f6sende Eigenschaften besitzen. Sofern die gesetzlichen R\u00fcckstandsh\u00f6chstmengen nicht \u00fcberschritten werden, ist das gesundheitliche Risiko f\u00fcr den Verbraucher aber gering.<\/p>\n<h3>3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Was bedeutet Antibiotika-Resistenz?<\/h3>\n<p>Durch die zunehmende Verabreichung von Antibiotika entwickeln sich immer mehr Resistenzen. Das bedeutet, dass sich Bakterien so weiterentwickeln, dass sie unempfindlich gegen\u00fcber bestimmten Antibiotika werden. Kommt man mit resistenten Keimen in Kontakt, k\u00f6nnen gef\u00e4hrliche Infektionen entstehen, die nur schwierig zu behandeln sind, weil die \u00fcblichen Medikamente keine Wirkung mehr zeigen. Um sich vor resistenten Keimen zu sch\u00fctzen, ist es wichtig, bestimmte Hygienema\u00dfnahmen zu beachten. So sollte beispielsweise Fleisch vollst\u00e4ndig durchgegart werden. Weitere Tipps gibt das Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung in einem <a title=\"Tipps zur Vermeidung von Infektionen\" href=\"http:\/\/www.bfr.bund.de\/cm\/350\/verbrauchertipps_schutz_vor_lebensmittelinfektionen_im_privathaushalt.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Merkblatt<\/a>.<\/p>\n<h3>4.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wie stark sind unsere Lebensmittel belastet?<\/h3>\n<p>In der EU ist der Einsatz von Antibiotika durch Gesetze geregelt. So gelten in vielen L\u00e4ndern R\u00fcckstandsh\u00f6chstmengen, die stichprobenartig kontrolliert werden (vgl. <a title=\"EU-R\u00fcckstandsh\u00f6chstmengenverordnung\" href=\"http:\/\/bmg.gv.at\/cms\/home\/attachments\/8\/3\/5\/CH1088\/CMS1069166549942\/rueckstandshoechstmengenvo-kompilation.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">EU-Verordnung 37\/2010<\/a>). Werden Tiere mit Antibiotika behandelt, muss zudem eine gesetzliche Wartezeit eingehalten werden, bevor das Tier geschlachtet werden darf. Der Fund von gro\u00dfen Mengen an Antibiotika in Fleisch ist durch die strengen Kontrollen selten geworden. Meist finden sich geringe Mengen von Antibiotikar\u00fcckst\u00e4nden in Gefl\u00fcgel und Schweinefleisch. Rindfleisch oder andere tierische Produkte wie Milch, Eier oder Honig sind seltener belastet.<\/p>\n<h3>5.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wie werden Antibiotikar\u00fcckst\u00e4nde nachgewiesen?<\/h3>\n<p>Antibiotikar\u00fcckst\u00e4nde in Lebensmitteln k\u00f6nnen auf mehrere Arten nachgewiesen werden. Ein <strong>ELISA-Test<\/strong> erm\u00f6glicht eine pr\u00e4zise Quantifizierung einzelner Antibiotika, w\u00e4hrend eine Probenaufbereitung mit Immunaffinit\u00e4tss\u00e4ulen und anschlie\u00dfendem <strong>HPLC-Test<\/strong> auch die Analyse komplexer Matrizes erlaubt. Der <strong>Premi\u00aeTest<\/strong> ist ein mikrobieller Schnelltest. Dabei wird der Probe ein Testkeim zugegeben. Anhand des Wachstums des Bakteriums l\u00e4sst sich dann schlie\u00dfen, ob die Probe Antibiotika enth\u00e4lt oder nicht. Diese Methode erm\u00f6glicht ein einfaches und kosteng\u00fcnstiges Screening f\u00fcr ein breites Antibiotikaspektrum, das direkt vor Ort beim Z\u00fcchter, im Schlachthaus oder in fleischverarbeitenden Betrieben durchgef\u00fchrt werden kann.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus lassen sich Antibiotikar\u00fcckst\u00e4nde auch direkt im Urin von Rindern und Schweinen nachweisen. Daf\u00fcr muss der Urinprobe nur die Reagenz <a title=\"Premi\u00aeTest Urin\" href=\"http:\/\/www.r-biopharm.com\/de\/produkte\/lebensmittel-futtermittelanalytik\/rueckstaende\/antibiotika\/premi-test\/item\/premitest-urin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Premi\u00aeTest Urine<\/a> zugemischt werden; anschlie\u00dfend kann der Premi\u00aeTest normal durchgef\u00fchrt werden. Den Premi\u00aeTest Urin gibt es ab Februar 2016 in einem neuen Format, wodurch das Screening von Antibiotikar\u00fcckst\u00e4nden im Urin noch einfacher wird.<p><a href=\"https:\/\/food.r-biopharm.com\/de\/analyten\/rueckstaende-und-schadstoffe\/antibiotika-rueckstaende\/\" title=\"Alle Antibiotika-Tests ansehen\" class=\"button button--large\">Alle Antibiotika-Tests ansehen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antibiotikar\u00fcckst\u00e4nde in Lebensmitteln sind in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus ger\u00fcckt. Die Verunsicherung ist gro\u00df: Wie gef\u00e4hrlich sind die R\u00fcckst\u00e4nde f\u00fcr den Verbraucher wirklich? 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