{"id":69780,"date":"2016-10-07T14:29:05","date_gmt":"2016-10-07T14:29:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.r-biopharm.com\/de\/news\/klinische-diagnostik\/dekkera-bruxellensis-wine-analysis"},"modified":"2019-07-16T12:16:22","modified_gmt":"2019-07-16T12:16:22","slug":"dekkera-bruxellensis-weinanalytik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/food.r-biopharm.com\/de\/news\/dekkera-bruxellensis-weinanalytik\/","title":{"rendered":"Dekkera bruxellensis: Neue Nachweismethode f\u00fcr die Schadhefe"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Dekkera bruxellensis<\/em> \u00a0gilt als die wichtigste Schadhefe im Wein. Sie verursacht schwerwiegende Fehlt\u00f6ne, die an Leder, Schwei\u00df oder Pferd erinnern. Eine m\u00f6gliche Kontamination fr\u00fchzeitig zu erkennen, ist daher von gro\u00dfem Interesse. Seit kurzem gibt es daf\u00fcr eine neue Testmethode, die den Arbeitsaufwand f\u00fcr Winzer enorm reduziert.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Hefe <em>Dekkera bruxellensis<\/em>, unter \u00d6nologen auch unter dem Namen <em>Brettanomyces <\/em>(oder kurz \u201eBrett\u201c) bekannt, ist in der Weinanalytik von gro\u00dfer Bedeutung. Die von ihr gebildeten Phenole 4-EP und 4-EG erzeugen Weinfehler, die sich nur bedingt entfernen lassen. Hohe wirtschaftliche Sch\u00e4den sind oftmals die Folge, insbesondere da sich die Hefe \u00fcber kontaminierte F\u00e4sser und Hilfsmittel im ganzen Betrieb verbreiten kann. In geringen Konzentrationen kann die Hefe aber auch erw\u00fcnscht sein und wird mitunter gezielt eingesetzt, um dem Wein mehr Komplexit\u00e4t zu verleihen. In jedem Fall ist es jedoch essenziell, das Vorhandensein der Hefe im Wein nachzuweisen und zu \u00fcberwachen.<\/p>\n<p>Da die klassische mikrobiologische Nachweismethode mit Inkubationszeiten von bis zu 14 Tagen zu langsam und zudem nur von erfahrenen Mitarbeitern zu bewerkstelligen ist, haben sich in der Weinanalytik Methoden auf Basis von real-time PCR (Polymerase Chain Reaction) etabliert. Grundprinzip dieser Tests ist die Analyse von spezifischen DNA-Sequenzen aus der Probe. K\u00fcrzlich wurde dieses Verfahren weiterentwickelt und erlaubt Winzern jetzt eine noch einfachere Analyse von Weinproben auf <em>Dekkera bruxellensis<\/em>. Die folgende Tabelle zeigt den Testablauf bei beiden PCR-Varianten:<h4>Ablauf klassische real-time PCR<\/h4><\/p>\n<ul>\n<li>DNA-Pr\u00e4paration (Art.-Nr. SEW 0100)<\/li>\n<li>Lyticase-L\u00f6sung herstellen und hinzuf\u00fcgen (Art.-Nr. YLYT 2000)<\/li>\n<li>F\u00fcr 15 Minuten bei 37\u00b0C inkubieren<\/li>\n<li>F\u00fcr 10 Minuten bei 95\u00b0C inkubieren<\/li>\n<li>Probe zentrifugieren<\/li>\n<li>PCR-Programm starten<\/li>\n<\/ul>\n<p><h4>Ablauf real-time PCR mit QuickGEN<\/h4><\/p>\n<ul>\n<li>DNA-Pr\u00e4paration mittels Zentrifugation ohne Voranreicherung (Art.-Nr. CSE 0100)<\/li>\n<li>PCR-Programm starten (Lyticase und Heizphasen inklusive)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das neue Testformat erfordert weniger Arbeitsschritte und ist dadurch schneller und komfortabler durchzuf\u00fchren. So musste die Probe bisher unter Zugabe des Enzyms Lyticase bei 37\u00b0C inkubiert werden, um die stabilen Hefezellen aufzuspalten. Beim neuen Test hingegen ist die Lyticase bereits in den PCR-Streifen vorgelegt. So k\u00f6nnen die Streifen direkt in den Thermocycler eingesetzt werden, wo sie auch automatisch die beiden Heizphasen von 37\u00b0C und 95\u00b0C durchlaufen.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Vorteil liegt neben der schnellen und einfachen Durchf\u00fchrung auch in der Reduzierung der Kontaminationsgefahr, da weniger Substanzen und Hilfsmittel zum Einsatz kommen.<\/p>\n<ul>\n<li>Schnelle Resultate in nur 2 Stunden<\/li>\n<li>Hoch spezifisch<\/li>\n<li>Einfache Durchf\u00fchrung<\/li>\n<li>Auch f\u00fcr kleine Labore geeignet<\/li>\n<li>Qualitative und quantitative Analyse m\u00f6glich<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Testkit ist verf\u00fcgbar als Version f\u00fcr Biorad, ABI- und Agilent-Ger\u00e4te (Art. Nr. QTPYDB 0050) sowie als Version f\u00fcr den MyGo (Art. Nr. QTPYDB 0050 MG).<p><a href=\"https:\/\/food.r-biopharm.com\/de\/produkte\/gen-ial-quickgen-first-yeast-pcr-kit-dekkera-bruxellensis-2-2\/\" title=\"Produkt ansehen\" class=\"button button--large\">Produkt ansehen<\/a><\/p>Das neue Testformat erfordert weniger Arbeitsschritte und ist dadurch schneller und komfortabler durchzuf\u00fchren. So musste die Probe bisher unter Zugabe des Enzyms Lyticase bei 37\u00b0C inkubiert werden, um die stabilen Hefezellen aufzuspalten. Beim neuen Test hingegen ist die Lyticase bereits in den PCR-Streifen vorgelegt. So k\u00f6nnen die Streifen direkt in den Thermocycler eingesetzt werden, wo sie auch automatisch die beiden Heizphasen von 37\u00b0C und 95\u00b0C durchlaufen.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Vorteil liegt neben der schnellen und einfachen Durchf\u00fchrung auch in der Reduzierung der Kontaminationsgefahr, da weniger Substanzen und Hilfsmittel zum Einsatz kommen.<\/p>\n<p>Das Testkit ist verf\u00fcgbar als Version f\u00fcr Biorad, ABI- und Agilent-Ger\u00e4te (Art. Nr. QTPYDB 0050) sowie als Version f\u00fcr den MyGo (Art. Nr. QTPYDB 0050 MG).<\/p>\n<h3><em>Dekkera bruxellensis<\/em> im Wein: Was tun bei einem positiven Testergebnis?<\/h3>\n<p>Wird bei der Analyse eine Kontamination mit <em>Dekkera bruxellensis<\/em> nachgewiesen, m\u00fcssen schnellstm\u00f6glich \u00f6nologische Ma\u00dfnahmen eingeleitet werden. Eine Sterilfiltration kann den Schaden begrenzen. Hat die Hefe bereits die \u00fcbelriechenden Phenole gebildet, gibt es keine M\u00f6glichkeit mehr, diese zu entfernen. Geringf\u00fcgige Belastungen beeintr\u00e4chtigen den Geschmack nicht merklich, bei st\u00e4rkeren Belastungen muss hingegen ein Verschnitt mit nicht kontaminierten Weinen oder ein Verwurf der Ware in Betracht gezogen werden. Deshalb ist es wichtig, eine Kontamination m\u00f6glichst zu verhindern. Hygiene ist dabei die wichtigste Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahme. So sollten gebrauchte F\u00e4sser und sonstiges Equipment gr\u00fcndlich gereinigt werden.<p><a href=\"mailto:sales@r-biopharm.de\" title=\"Haben Sie schon Erfahrungen mit Dekkera bruxellensis gemacht? Oder haben Sie Fragen zur Weinanalytik mittels PCR? Wir freuen uns auf Ihr Feedback. Kontaktieren Sie unsere PCR-Experten per E-Mail \u2013 oder treffen Sie uns pers\u00f6nlich auf der Messe Intervitis-Interfructa vom 27. bis 30. November in Stuttgart!\" class=\"button button--large\">Kontakt<\/a><\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dekkera bruxellensis \u00a0gilt als die wichtigste Schadhefe im Wein. Sie verursacht schwerwiegende Fehlt\u00f6ne, die an Leder, Schwei\u00df oder Pferd erinnern. Eine m\u00f6gliche Kontamination fr\u00fchzeitig zu erkennen, ist daher von gro\u00dfem Interesse. Seit kurzem gibt es daf\u00fcr eine neue Testmethode, die den Arbeitsaufwand f\u00fcr Winzer enorm reduziert.<\/p>\n","protected":false},"author":311,"featured_media":118412,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"Dekkera bruxellensis: Neue Nachweismethode f\u00fcr die Schadhefe","_seopress_titles_desc":"Dekkera bruxellensis (oder Brettanomyces) ist die wichtigste Schadhefe im Wein und verantwortlich f\u00fcr schwerwiegende Weinfehler. 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