In Sonstige

Gemeinsam mit der Hochschule Fresenius Idstein und der Hochschule Geisenheim University entwickelt die R-Biopharm AG eine verbesserte ELISA-Methode zum Nachweis von Allergenen in Lebensmitteln. Das Land Hessen unterstützt das Projekt – mit Fördergeldern in Höhe von knapp 330.000 Euro.

Es ist ein Projekt, das das Leben vieler Allergiker sicherer machen kann: Gemeinsam mit Wissenschaftlern der Hochschule Fresenius Idstein und der Hochschule Geisenheim University arbeitet R-Biopharm an der Verbesserung von Testmethoden zum Nachweis von Lebensmittelallergenen. Insbesondere Nüsse können schwere allergische Reaktionen auslösen. Enthält ein Lebensmittel auch nur kleinste Mengen Nuss, ohne dass dies auf der Verpackung gekennzeichnet ist, kann das für Allergiker lebensgefährlich sein. Die Lebensmittelindustrie sowie kommerzielle und öffentliche Labore testen daher regelmäßig Lebensmittel auf allergene Bestandteile. Dabei kommen am häufigsten antikörperbasierte Tests wie ELISAs zum Einsatz. Doch diese Tests stoßen mitunter an ihre Grenzen: Vor allem bei verarbeiteten Lebensmitteln, die z.B. gebacken oder geröstet wurden, können Nüsse nur schlecht wiedergefunden werden.

Ziel des Forschungsprojekts ist deshalb ein verbesserter Nachweis von Nüssen in Lebensmitteln, um eine erhöhte Sicherheit für Allergiker zu erreichen. Konkret geht es um die Neuentwicklung eines ELISA-Tests zur Detektion von Haselnuss und Mandel. Dafür haben R-Biopharm und die Projektpartner nun Fördergelder des hessischen LOEWE-Programms (Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz) erhalten. Am Mittwoch war der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein in der Darmstädter Firmenzentrale zu Gast, um den Förderbescheid persönlich zu überreichen.

Wissenschaftsminister Boris Rhein und Dr. Susanne Siebeneicher bei der Übergabe des Förderbescheids

Wissenschaftsminister Boris Rhein und Dr. Susanne Siebeneicher bei der Übergabe des Förderbescheids

Das hessische Forschungsförderungsprogramm LOEWE unterstützt seit 2008 herausragende wissenschaftliche Projekte, darunter auch viele Verbundvorhaben von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Neben der Förderung von Innovationen und der Stärkung des Wirtschaftsstandorts Hessen geht es bei dem Programm auch darum, Partner mit unterschiedlichen Kompetenzen zusammenzubringen – wie in dem jetzt geförderten Projekt unter der Federführung von R-Biopharm, das sich im Wettbewerb gegen eine Vielzahl weiterer Projekte durchsetzen konnte. Mit den weitreichenden Erfahrungen der beteiligten Projektpartner im Bereich der Allergenanalytik und der Prozessierung von Lebensmitteln steht der Entwicklung einer verbesserten Methode zum Nachweis von Nüssen nun nichts mehr im Wege.

Noch bis Ende 2018 wird das Projekt laufen – dann können Nussallergiker auf bessere Tests und sicherere Lebensmittel hoffen.

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