Von der Fischzucht bis zur Verarbeitung muss gründlich getestet werden, damit ein sicheres und hochwertiges Fischprodukt entsteht.

R-Biopharm Testkits können während der gesamten Produktionskette eingesetzt werden: von Rohmaterialien bis zum Endprodukt, von der Wareneingangskontrolle über das Hygienemonitoring bis zur Prüfung auf korrekte Kennzeichnung. Mit unserem großen Portfolio an Testformaten finden Sie garantiert das passende Produkt für die Analyse von rohem Fisch, Fischkonserven und Meeresfrüchten wie Garnelen oder Muscheln.

Antibiotika, Hormone und Anabolika

Hormone und Anabolika wie Methyltestosteron können in der Fischzucht verwendet werden, um eine Geschlechtsumwandlung der Fische zu erzielen, wodurch schnell wachsende, rein männliche Populationen entstehen. Rückstände dieser Substanzen sind jedoch ein Gesundheitsrisiko für den Verbraucher. Daher ist der Einsatz von Hormonen und Anabolika in der Aquakultur in den meisten Ländern verboten (außer zu veterinärmedizinischen Zwecken). Potenziell gefährliche Rückstände in Lebensmitteln aus Fischerei und Aquakultur können auch durch den fehlerhaften oder illegalen Einsatz von Antibiotika entstehen. Die unsachgemäße Verwendung von Antibiotika trägt zur Entstehung von Multiresistenzen gegenüber pathogenen Bakterien bei.

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Mykotoxine

Bei pflanzlichem Fischfutter besteht ein großes Risiko einer Kontamination mit Mykotoxinen, insbesondere in Ländern mit feuchtwarmem Klima. Mykotoxine sind giftige Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen, die sich in diversen landwirtschaftlichen Erzeugnissen bilden können. Mykotoxine richten bei Fischbeständen großen Schaden an: Sie beeinträchtigen das Wachstum und die Gewichtszunahme und erhöhen die Sterblichkeit der Fische. Die konkreten Auswirkungen hängen von der jeweiligen Fischspezies und des jeweiligen Mykotoxins ab. Ein angemessenes Risikomanagement ist wichtig, um die Mykotoxinbelastung zu minimieren und wirtschaftliche Schäden zu vermeiden.

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Pathogene, Verderbnisorganismen, bakterielle Toxine und Viren

Fischereiprodukte sind ein günstiges Umfeld für das Wachstum von Bakterien wie Listerien, Salsmonellen, Vibrio oder Clostridium, die schwere Lebensmittelinfektionen auslösen können. Auch Toxine, Hefen und Viren können sich in Fischereiprodukten bilden. So sind zum Beispiel Muscheln häufig mit Noroviren kontaminiert. Das Monitoring von Pathogenen ist daher während der gesamten Produktionskette entscheidend, um die Verbrauchersicherheit und die Produktstabilität zu gewährleisten.

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Fischartennachweis

Fisch muss gemäß der EU-Verordnung Nr. 1379/2013 sowohl mit der geläufigen Handelsbezeichnung als auch mit dem wissenschaftlichen Namen gekennzeichnet werden. Die Verordnung sieht auch vor, dass nationale Behörden die verfügbaren Technologien (z.B. DNA-Tests) voll ausnutzen, um den Verbraucherschutz durchzusetzen. Um die korrekte Kennzeichnung zu gewährleisten und finanzielle Schäden zu vermeiden, können sich Behörden und Lebensmittelhersteller auf unsere sensitiven und spezifischen real-time PCR-Tests verlassen.

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Säuren und sonstige Inhaltsstoffe

Organische Säuren beeinflussen die Wachstumsrate von pathogenen Bakterien in Lebensmitteln. Milchsäure und Acetat werden häufig als Konservierungsmittel und Antioxidant in Fischprodukten genutzt, während Sulfit vor allem als Konservierungsmittel in Shrimps zum Einsatz kommt. Wird dabei das Konservierungsmittel in den Fisch injiziert, ist die Konzentration bekannt. Wird der Fisch jedoch in einer Lösung aus Konservierungsmitteln getränkt, ist es wichtig, die Konzentration im Gewebe zu prüfen. Zudem können natürlich vorkommende organische Säuren wie Milchsäure eine Rolle spielen, wenn diese in der Bakterienflora vorhanden sind. Da es je nach Land unterschiedliche gesetzliche Grenzwerte gibt, muss die Konzentration von Säuren und anderen Konservierungsmitteln im Endprodukt bestimmt werden.

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Histamin

Histamin bildet sich während der Lagerung im Fisch und kann dabei Werte von 1.000 mg/kg überschreiten. Aufgrund der potenziellen Gesundheitsgefahr („Scombroid food poisoning“), haben mehrere Länder für Histamin zulässige Höchstwerte festgelegt. Der Grenzwert für Fisch und Fischereierzeugnisse liegt je nach Fischspezies zwischen 50 und 200 mg/kg. Fischsorten, die hohe Histamingehalte aufweisen, sind u.a. Thunfisch, Makrelen, Sardinen und Anchovis. Fisch von guter Qualität sollte weniger als 10 mg/kg Histamin enthalten.

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