In Lateral Flow-Tests, Lebensmittelallergene

Im Allergenmanagement werden Lateral Flow Tests vor allem für Hygienetests verwendet. Doch die praktischen Teststreifen können mehr als nur Oberflächen auf Allergenrückstände zu testen. Neuere Modelle eignen sich auch für die Analyse von Lebensmitteln – und in Zukunft könnten Lateral Flow Tests sogar noch mehr leisten.

Um sicherzustellen, dass in Lebensmitteln keine nicht deklarierten Allergene enthalten sind, ist in der Lebensmittelindustrie ein umfassendes Allergenmanagement von großer Bedeutung. Dazu gehören die Prüfung der gelieferten Rohstoffe und die Vermeidung von Kontaminationen während Transport und Produktion ebenso wie die Endproduktkontrolle. Für diese Analysen können verschiedene Testverfahren zum Einsatz kommen:

 LFDELISAPCR
TestformatAntikörperbasierter Test im StreifenformatAntikörperbasierter TestMolekularbiologischer Test
Testergebnisqualitativ, semi-quantitativquantitativquantitativ
AnwendungsbereichReinigungskontrolle, In-Prozess-Kontrolle, Analyse von RohwarenAnalyse von Rohwaren und EndproduktenEndproduktkontrolle, Bestätigungstests
Vorteileschnelle Resultate, günstig, kein Labor-Equipment nötig, auch von ungeübtem Personal durchführbaretabliertes und validiertes Verfahrenhochspezifisch

Grenzen und Möglichkeiten von Lateral Flow Tests

Lateral Flow Tests (LFD) werden im Allergenmanagement meist nur für den Nachweis von Allergenspuren auf Oberflächen verwendet. Sie eignen sich aber auch für den Nachweis von Allergenspuren in Lebensmitteln und sind dabei schneller, günstiger und einfacher durchzuführen als ein ELISA-Test. Darüber hinaus sind manche Lateral Flow Tests ebenso wie ELISA-Tests in der Lage, Proteine nicht nur aus Rohwaren, sondern auch aus verarbeiteten Lebensmitteln nachzuweisen. So kann zum Beispiel der RIDA®QUICK Soya erhitzte Sojaproteine aus Fleisch- oder Getreideprodukten nachweisen – und das sehr sensitiv mit einer Nachweisgrenze von 0,5 μg / 100 cm². Solange eine qualitative Ja/Nein-Aussage zum Vorhandensein von Allergenen ausreicht, sind Lateral Flow Tests also eine gute Alternative.

Entscheidend ist aber die Validierung: Ohne Validierung kann nicht garantiert werden, dass der Test für die jeweilige Matrix auch zuverlässige Ergebnisse liefert. Sowohl die Zusammensetzung des Probenmaterials, die Laborbedingungen als auch die Arbeitsweise des Laborpersonals können sehr unterschiedlich sein und so das Ergebnis beeinflussen. Eine Validierung bestätigt, dass der Test für die jeweilige Anwendung geeignet ist und verlässliche, reproduzierbare Resultate liefert. Eine solche Bestätigung hat der RIDA®QUICK Gliadin in diesem Jahr erhalten: Von der AOAC wurde der Teststreifen als „Official First Action Method“ validiert. Der Test basiert als derzeit einziger Gluten-Teststreifen auf dem R5-Antikörper, der auch in der offiziell empfohlenen ELISA-Methode zum Einsatz kommt, und zeigt daher eine gute Übereinstimmung mit dem ELISA-Test.

Aktuelle Trends

Bei den zahlreichen Vorteilen wundert es nicht, dass die Nachfrage nach Lateral Flow Tests steigt. Im Bereich der Allergenanalytik ist vor allem das schnelle und einfache Testen von verschiedensten Lebensmitteln ein großes Thema. Aber auch in anderen Bereichen der Lebensmittelanalytik sind Teststreifen gefragt wie nie und immer weitere Anwendungen kommen hinzu. In Zukunft könnten Lateral Flow Tests im Allergenmanagement sogar quantitative Analysen ermöglichen – für den Nachweis von Mykotoxinen ist das schließlich schon heute möglich. Damit wären sie dann eine echte Alternative zu ELISA-Tests. Wir dürfen gespannt sein.

Wer mehr zum Thema Lateral Flow Tests wissen möchte: Wir sind von 21. bis 24. November auf der 1st International Conference on Food Analysis (ICFA) in Melbourne. Kommen Sie zu unserem Vortrag oder treffen Sie uns beim Conference Dinner – wir freuen uns auf Sie!

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