In Gebrauchsfertige Nährbodenplatten, Mikrobiologie, Milchprodukte

Validierung: die entscheidende Komponente für die Verlässlichkeit mikrobiologischer Lebensmittelanalysen

In dieser zweiten Ausgabe unserer Serie “Compact Dry-Lebensmittelmikrobiologie leicht gemacht” möchten wir auf die Wichtigkeit von Validierungen von Alternativen Analysesystemen im Bereich Lebensmittelmikrobiologie eingehen. Innerhalb einer Validierung zur Verwendbarkeit eines neuen mikrobiologischen Testsystems, wird die alternative Methode mit einer anerkannten Referenzmethode zum Nachweis derselben Organismen/Organismengruppe, verglichen.

Eine Validierung bestätigt, dass die mit der Alternativmethode erhaltenen Ergebnisse mit den Ergebnissen der Referenzmethode vergleichbar sind. Nach Vorschrift ISO 17025 muss ein Labor entweder die Standardmethode oder eine validierte Alternativmethode zur Analyse verwenden. Andere Methoden dürfen eingesetzt werden, wenn sie vom betroffenen Labor selbst umfangreich validiert wurden. Eine validierte Methode zu verwenden spart nicht nur Zeit, sondern auch einiges an Unkosten.

Internationale Validierungen

Weltweit werden verschiedene Validierungsschemata eingesetzt. In Nordamerika sind die “Offical Method of Analysis” (OMA) und die “Research Institute’s Performance Tested Method”(RI PTM) der AOAC (American Organisation of Analytical Chemists) am häufigsten gebräuchlich.In Europa werden Validierungen mikrobiologischer Testsysteme akzeptiert, wenn sie nach ISO 16140:2002 Standard durchgeführt wurden. Dieser internationale Validierungsstandard wird von Organisationen wie AFNOR, NordVal und MicroVal angewendet.

Die überwiegende Mehrzahl der relevanten Compact Dry-Produkte wurde durch MicroVal, NordVal und AOAC-RI validiert:

Die entsprechenden Validierungszertifikate können über die jeweiligen Websites heruntergeladen werden:

Compact Dry X-BC – Bacillus Cereus

Der jüngste Eintrag in die beeindruckende Liste validierter Produkte betrifft das Nachweismedium für Bacillus cereus, den Compact Dry X-BC. Die Validierungsdaten hierzu werden wir auf dem „AOAC Annual Meeting“, das im August in Boca Raton, USA stattfindet, präsentieren. Das Bakterium Bacillus cereus ist dafür bekannt, dass es Lebensmittelvergiftungen auslösen kann, insbesondere beim Verzehr von gekochtem Reis, Milch und Milchpulver. Die von B. cereus produzierten Toxine lösen in der Regel Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle aus. Da diese Mikroorganismen hitzeresistente Endosporen bilden können, ist ein mangelhaftes Temperaturmanagement bei der Herstellung oder beim warmhalten gekochter Speisen ein Hauptgrund für Lebensmittelvergiftungen mit B. cereus Toxinen.

Beispielsweise sind gebratene/gekochte Reisgerichte, die für längere Zeit bei zu niedrigen Temperaturen warm gehalten werden (z.B. in Büffets), bekannt dafür, dass sie optimale Bedingungen für die Toxinproduktion der Bakterien bieten. Da die hitzeresistenten Sporen während des Kochvorgangs nicht vollständig abgetötet werden können, beherbergt gekochter, warmgehaltener Reis zu jeder Zeit ein erhebliches Gesundheitsrisiko für den betroffenen Verbraucher. Die generelle Kontrolle und gezielte Überwachung von B. cereus-Anfangskeimgehalten in speziellen Lebensmittelprodukten würde ermöglichen, das Risko einer Toxinproduktion in der warmgehaltenen Speise auf ein Minimum zu reduzieren. Die prophylaktische Analyse auf den Gehalt an B. cereus ist daher ein wichtiger Parameter für die Qualitätskontrolle solcher spezifischen Lebensmittelprodukte.

Die Compact Dry X-BC Platte ist eine validierte Methode zum Nachweis und zur Zählung von Bacillus Cereus in Lebensmitteln, was dem Anwender die Lebensmittelmikrobiologie leichter macht!

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