In Fleisch, Lebensmittelallergene, Mikrobiologie

Am Donnerstag wird in den USA Thanksgiving gefeiert. Zu diesem Anlass haben wir nützliche Tipps gesammelt, mit denen Ihr Thanksgiving-Dinner garantiert ein Erfolg wird.

Thanksgiving ist in den USA der wichtigste Feiertag überhaupt. An diesem Tag kommen Familie und Freunde für ein großes Essen zusammen, meist bestehend aus Truthahn, Kartoffeln, Preiselbeeren und Gemüse. Doch was genau wird da eigentlich gefeiert? Tatsächlich gibt es unterschiedliche Ansichten über den genauen Ursprung dieses Festes. Die meisten Amerikaner glauben, dass das erste Thanksgiving im Jahr 1621 bei Plymouth als dreitägiges Erntedankfest von den Pilgervätern gemeinsam mit den Wampanoag-Indianern gefeiert wurde. Historisch belegt ist das jedoch nicht. Übrigens wird Thanksgiving nicht nur in den USA gefeiert. Auch in Kanada ist Thanksgiving ein großer Feiertag; dort wird er allerdings bereits am zweiten Montag im Oktober begangen. Grund dafür ist, dass dort die Ernte schon früher eingeholt wird.

Wo auch immer Sie Thanksgiving feiern – mit unseren Tipps kann beim Essen nichts schiefgehen:

Richtig einkaufen

Tiefgekühlter Truthahn kann das ganze Jahr über gekauft werden; im Tiefkühlfach hält er sich problemlos bis zu 12 Monate. Frischen Truthahn sollte man hingegen höchstens zwei Tage vor Thanksgiving besorgen. Gekühlte Produkte sollten im Supermarkt generell zum Schluss im Einkaufswagen landen, damit die Kühlkette nicht unnötig lang unterbrochen wird.

Truthahn sicher zubereiten

Fast 90 % der Amerikaner essen an Thanksgiving Truthahn. Damit bei der Zubereitung Keime keine Chance haben, sind einige Dinge zu beachten. So sollte tiefgefrorener Truthahn im Kühlschrank aufgetaut werden und nicht bei Raumtemperatur. Sobald er aufgetaut ist, sollte er umgehend verarbeitet werden. Dabei das Fleisch nicht abwaschen, denn dadurch können sich Salmonellen oder andere pathogene Bakterien in der Küche verteilen. Ob der Truthahn gar ist, kann nur ein Thermometer verlässlich beantworten. Sicher für den Verzehr ist er, sobald alle Teile – vom Flügel bis zur Füllung – eine Temperatur von 70 bis 80° Celsius (165° Fahrenheit) erreicht haben.

An Alternativen für Allergiker denken

Immer mehr Menschen leiden an Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Sollte auch einer Ihrer Gäste betroffen sein, achten Sie genau auf die Zutaten und passen Sie Ihre Rezepte gegebenenfalls an. Kartoffelbrei zum Beispiel ist eine beliebte Beilage, die mit Sojamilch und Margarine auch gut laktosefrei zubereitet werden kann. Wer lieber Cornbread serviert, sollte bedenken, dass dort in der Regel auch Weizenmehl enthalten ist und es daher bei einer Glutenunverträglichkeit nicht geeignet ist. Insbesondere wenn Nussallergiker mit am Tisch sitzen, ist Vorsicht angesagt, denn viele Thanksgiving-Rezepte verlangen nach Nüssen – ob in Soßen, in der Füllung, im Gemüse oder im Dessert.

Vitamine nicht vergessen

Beim Thanksgiving-Essen nehmen Amerikaner durchschnittlich 4.000 Kalorien zu sich. Pecan Pie hat von allen typischen Thanksgiving-Gerichten die meisten Kalorien: Rund 500 sind es pro Stück. Kein Wunder, dass die Gäste nach dem Essen über Müdigkeit klagen. Doch das muss nicht sein, denn nicht alles an Thanksgiving ist ungesund. Süßkartoffeln beispielsweise sind vollgepackt mit Antioxidantien und Vitamin A. Kürbisse bestehen zu 90 % aus Wasser und sind eine wertvolle Ballaststoffquelle. Grüne Bohnen enthalten viel Eiweiß sowie B-Vitamine, Beta-Carotin und Mineralstoffe. Und Rosenkohl liefert die Vitamine A, C und K sowie Folsäure, Kalium und Eisen.

Reste verwerten

Sind die Speisen serviert, sollten sie nicht zu lange bei Raumtemperatur stehen bleiben, denn sonst können sich darin Bakterien wie Clostridium perfringens vermehren. Spätestens 2 Stunden nach Zubereitung sollten Essensreste in den Kühlschrank wandern – am besten aufgeteilt in kleine Portionen und den Truthahn von der Füllung getrennt. Innerhalb von 3 bis 4 Tagen sollten die Reste verzehrt werden. Übriggebliebenen Truthahn kann man wunderbar zu Sandwich, Suppe, Eintopf, Auflauf oder Salat verarbeiten. Und wer nach Thanksgiving erst einmal keinen Truthahn mehr sehen mag, lagert die Reste einfach im Tiefkühlfach; dort halten sie sich bis zu vier Monate.

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