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Klimatische Veränderungen und eine Anpassung der EU-Verordnung haben es ermöglicht: In immer mehr Regionen wird Weinbau betrieben. Das bringt neue Herausforderungen für die Winzer mit sich – auch im Bereich der Qualitätssicherung.

In den ersten Regionen hat die Lese des Jahrgangs 2017 bereits begonnen. Für manche Winzer ist es eine ganz besondere Premiere, denn in einigen Gebieten wurde im letzten Jahr zum ersten Mal Wein angebaut – so zum Beispiel in Norddeutschland. Aber auch in England, in Polen, in den Niederlanden und sogar in Skandinavien werden immer neue Anbaugebiete erschlossen. Möglich wird das einerseits durch ein neues EU-Genehmigungssystem für Rebpflanzungen, das Weinbau unter bestimmten Voraussetzungen auch in Gebieten außerhalb der anerkannten Weinregionen erlaubt (vgl. EU-Verordnung 2015/561), – und andererseits durch die Klimaerwärmung.

Die Klimaveränderungen der letzten Jahrzehnte mit gestiegenen Temperaturen, längeren Trockenperioden und vermehrten Niederschlägen haben großen Einfluss auf den Weinbau. Die Grenze, bis zu der Weinbau möglich ist, rückt immer weiter Richtung Norden. So können robuste Weißweine mittlerweile sogar an der Nord- und Ostseeküste angebaut werden. Neue Weinregionen entstehen auch in den Höhenlagen, beispielsweise in den österreichischen Alpen oder in den nordamerikanischen Rocky Mountains. In vielen Anbaugebieten steigt gleichzeitig die Qualität des Weins und es können auch neue Rebsorten angebaut werden. In Deutschland wachsen beispielsweise längst nicht mehr nur ausgezeichnete Weißweine, sondern auch immer mehr hochwertige Rotweine wie Merlot oder Cabernet Sauvignon. Für andere Weinregionen ist die Klimaerwärmung jedoch eine mögliche Bedrohung: In manchen Gebieten könnte es zu warm werden für die eigentlich dort typischen Rebsorten und andere Sorten müssen nachrücken. In Südspanien und Nordafrika könnte es in Zukunft sogar so heiß werden, dass dort überhaupt kein hochwertiger Wein mehr produziert werden kann.

Qualitätssicherung in der Weinproduktion

Der Anbau in neuen Regionen unter ungewohnten klimatischen und geologischen Bedingungen ist eine Herausforderung für die Winzer – und macht es besonders wichtig, die Qualität des Weins genau zu kontrollieren. Entscheidend ist es vor allem, die Menge an Zucker und Säure zu messen. Wenn es sehr heiß ist, reifen die Trauben schnell und entwickeln einen hohen Zuckergehalt, was aber auch zu einem hohen Alkoholgehalt führt. Wann der richtige Zeitpunkt zur Lese ist und welche kellertechnischen Maßnahmen beispielsweise zur Säureregulierung eingeleitet werden müssen, kann man nur durch regelmäßige Analysen der Zucker- und Säurewerte feststellen. Weil es dabei mitunter schnell gehen muss, sind Analysemethoden gefragt, die nicht nur in großen Weinlaboren, sondern auch direkt beim Winzer in kurzer Zeit durchgeführt werden können. Dabei halten Automationslösungen zunehmend Einzug in die Weinanalytik – wie der kompakte RIDA®CUBE SCAN, ein praktisches „Walk-away-System“, das sich mit Einzeltest-Kartuschen ideal auch für kleine Probenaufkommen eignet und alle nötigen Analyseschritte völlig selbständig abarbeitet. Alle relevanten Zucker- und Säurewerte sind damit ohne viel Aufwand in nur 15 Minuten analysiert.

Haben Sie weitere Fragen zur Qualitätssicherung in der Weinherstellung und zum RIDA®CUBE SCAN? Wir beraten Sie gern!

 

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