In Aufreinigungssäulen, Früchte, Gewürze & Nüsse, Mykotoxine

In den vergangenen Wochen gab es vermehrt Funde von getrockneten Feigen, die mit dem Mykotoxin „Ochratoxin A“ belastet waren. Unsere Kollegen von R-Biopharm Rhône haben für Sie die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Aflatoxin wird in getrockneten Feigen schon seit einigen Jahren immer wieder auch in hohen Konzentrationen gefunden. Ochratoxin A wurde bisher jedoch nur selten mit getrockneten Feigen in Verbindung gebracht – obwohl es zum Beispiel bei getrockneten Weintrauben durchaus als Problem erkannt wird. Tatsächlich enthalten die EU-Vorschriften (1881/2006 & 105/2010) lediglich Angaben zu Ochratoxin A in Getreide, Kaffee, Wein, Traubensaft, getrockneten Weintrauben, Gewürzen und Lakritz. Der Abschnitt 2.2.11, der sich auf „andere Trockenfrüchte als getrocknete Weintrauben“ bezieht, ist hingegen seit 2006 leer geblieben: Hierfür wurde bis heute kein offizieller Grenzwert festgelegt. Gerade vor diesem Hintergrund ist es interessant, dass das europäische Rapid Alert System for Food & Feed (RASFF) in den ersten 6 Wochen des Jahres 2016 bereits in drei Lieferungen getrockneter Feigen aus der Türkei Ochratoxin A nachgewiesen hat. Eine Charge davon enthielt Ochratoxin A in einer Konzentration von 52,6 μg/kg – das ist fünfmal mehr als der gesetzliche Ochratoxin-Grenzwert, der für Korinthen, Rosinen und Sultaninen gilt.

Erfreulicherweise kann der Gehalt von Ochratoxin A in getrockneten Feigen leicht überwacht werden. Eine validierte Methode sind die R-Biopharm Rhône OCHRAPREP® Immunaffinitätssäulen in Verbindung mit einer HPLC bzw. LC-MS/MS Fluoreszenz-Detektion. Da jede Lieferung von getrockneten Feigen routinemäßig auf Aflatoxin kontrolliert wird, macht es Sinn, hier nicht nur auf Aflatoxin, sondern gleichzeitig auch auf Ochratoxin A zu testen. Ein kostengünstiger und effizienter Ansatz hierfür sind die R-Biopharm Rhône AFLAOCHRA PREP® Immunaffinitätssäulen zur Probenaufbereitung und eine chromatografische Analyse mit Fluoreszenz-Detektion, bei der in einem Lauf die Wellenlängen der verschiedenen Mykotoxine gewechselt werden können. Trotz intensiver Anstrengungen, das Auftreten von Mykotoxinen in getrockneten Feigen zu reduzieren, ist das Problem bisher nicht kleiner geworden. Eine Routinekontrolle bleibt daher entscheidend, um einen effektiven Verbraucherschutz zu gewährleisten.

 

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