Citrinin ist ein natürlich vorkommendes Mykotoxin, das von den Pilzgattungen Penicillium, Aspergillus und Monascus produziert wird. Es tritt häufig gemeinsam mit Ochratoxin auf und bildet sich vor allem nach der Ernte unter schlechten Lagerbedingungen.

Citrinin kann in einer Vielzahl von Getreiden vorkommen, sowie in Bohnen, Früchten, Oliven, Kräutern und Gewürzen. Oft wird es auch in rotem, mit Schimmelpilzen fermentierten, Reis nachgewiesen, der in Asien als Konservierungsmittel und Lebensmittelfarbstoff verwendet wird. Der Pilz Monascus purpureus wird zur Fermentierung von rotem Reis für die Herstellung eines Nahrungsergänzungsmittels (rotes Reis-Hefepulver) eingesetzt. Aufgrund seiner gesundheitsfördernden Wirkung gewinnt es zunehmend an Bedeutung, kann jedoch mit Citrinin kontaminiert sein.

Die Verordnung (EU) Nr. 212/2014 der Kommission setzt einen Höchstgehalt von 2.000 μg/kg (ppb) für Citrinin in Nahrungsergänzungsprodukten basierend auf Reis, fermentiert mit roter Hefe Monascus purpureus, fest. Dieser Grenzwert wurde im Januar 2016 neu überprüft. Ein Routine-Monitoring dieser Reformkostprodukte ist daher sehr wichtig.

Während das Interesse an Citrinin weiter wächst, ist der Forschungsbedarf noch groß:

  • 2012 wurde das EFSA-Gremium für Kontaminanten in der Lebensmittelkette beauftragt, das Risiko für die Gesundheit von Mensch und Tier im Zusammenhang mit Citrinin in Lebens- und Futtermitteln zu bewerten. Die EFSA kam zu dem Schluss, dass die Erhebung weiterer Daten erforderlich sei.
  • 2013 veröffentlichte das Europäische Komitee für Normung (CEN) eine Aufforderung zur Finanzierung von Arbeiten zur Entwicklung einer validierten Methode zur Analyse von Citrinin in Ginkgo biloba, Getreide und einem Nahrungsergänzungsprodukt. Es wird eine laborübergreifende Studie durchgeführt und die Datensammlung und Abschlussberichte finden Eingang in die CEN-Normen für diese Produkte.
  • Im Mai 2015 veröffentlichte die EFSA eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen zur Durchführung umfassender Untersuchungen zu Citrinin. Diese Untersuchungen werden Daten zur Citrinin-Konzentration in insgesamt mehr als 1.000 Proben aus Getreide, Produkten auf Getreidebasis sowie anderen Lebensmitteln, u. a. Bohnen, Obst- und Gemüsesäften, Kräutern, Gewürzen und Oliven liefern.

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