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Mykotoxine im Futter: Wie gefährlich sind sie für Haustiere?

Magen-Darm-Erkrankungen und Beeinträchtigungen des Immun- und Nervensystems: Mykotoxine, Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen, sind nicht nur für Menschen gesundheitsgefährdend. Auch für Haustiere können sie toxisch sein. Wie kommen Mykotoxine in Haustiernahrung? Welche Gesundheitsrisiken bestehen? Das müssen Sie als Haustierbesitzer wissen!

Mykotoxine – was ist das?

Mykotoxine sind sekundäre Stoffwechselprodukte, die im Gegensatz zu den Stoffen aus dem regulären Metabolismus nur von einzelnen Schimmelpilzarten gebildet werden.

Die Schimmelbildung sowie Mykotoxinproduktion erfolgt in Abhängigkeit von Umgebungsbedingungen. Begünstigende Faktoren sind: lange Regenphasen während der Getreideblüte, lange Trockenperioden oder extremer Klimawechsel.

Mykotoxine können Magen-Darm-Erkrankungen auslösen, aber auch das Immun- und Nervensystem beeinträchtigen. Neben Aflatoxinen können auch andere Mykotoxine wie Ochratoxin A das Erbgut schädigen und die Bildung von Tumoren begünstigen. Einen toxischen Effekt haben Mykotoxine auch auf Tiere – wobei dies je nach Tierart variiert. Schweine z. B. sind besonders anfällig.

Wie kommen Mykotoxine in Haustiernahrung?

Enthält Tierfutter pflanzliche Bestandteile, welche kontaminiert sind, können dann bei Fleischfressern wie Hunden und Katzen sowie Kaninchen und Vögeln gesundheitliche Schäden auftreten. Werden Tiere mit Trockenfutter gefüttert, ist die Gefahr einer Toxinvergiftung aufgrund des höheren Getreideanteils im Vergleich zu Feuchtfutter größer.

Insbesondere Aflatoxin ist ein gesundheitliches Risiko für Haustiere. Aber auch andere Mykotoxine wie Ochratoxin, Zearalenon, DON und Fumonisin können chronische Erkrankungen auslösen. Gefährdet sind auch Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel usw.

Wie gefährlich sind Mykotoxine für Haustiere?

Die klinischen Auswirkungen von Mykotoxinen können unterschiedlich sein. In Abhängigkeit von der Dosis und Toxinart kann die Wirkung der Mykotoxine akut und chronisch toxisch sein. Einige Mykotoxine sind krebserregend und schädigen das Erbgut, andere wirken nerven-, blutbildungs-, haut- und fruchtbarkeitsschädigend.

Richt- oder Grenzwerte für Mykotoxine in Heimtierfutter sind bisher in der EU nicht reguliert.

1952 wurde der erste Fall von Mykotoxinen in Hundefutter beschrieben. Seither gibt es immer wieder Fälle weltweit. So starben 2020 28 Hunde und 8 erkrankten durch Futter, das mit Aflatoxin kontaminiert war.

Wie können Tiere geschützt werden?

Vor allem bei Trockenfutter ist das Risiko einer Mykotoxin-Belastung hoch, da es viele pflanzliche Elemente enthält. Deshalb sollte das Futter trocken und kühl gelagert werden. Mykotoxine sind mit dem Auge nicht zu erkennen, deswegen sollte verschimmeltes Futter vollständig entsorgt werden.

Die Verantwortung, dass Haustiernahrung Mykotoxin-frei ist, liegt jedoch bei den Produzenten. Tests sollten während der gesamten Produktionskette für Heimtierfutter vorgenommen werden. R-Biopharm bietet hier ein umfangreiches Portfolio an Tests wie z. B. die Multi-Mykotoxin Immunaffinitätssäulen 11+Myco MS-PREP® (Art. Nr. RBRP128 / RBRP128B) zum Nachweis von 11 Mykotoxinen gleichzeitig.

Mehr Infos?

“Mykotoxine und Tiergesundheit” ist Thema einer Online-Konferenzen im Vorfeld des World Mycotoxin Forum®. Ronald Niemeijer von R-Biopharm wird zum Thema “Mykotoxine in Haustiernahrung” einen Vortrag halten.

Die Webkonferenz findet am 30. November 2021 statt. Anmeldung hier.

Sie haben Fragen zu einem wirksamen Testsystem für Mykotoxine?

Wir beraten Sie gerne.