Die Mykotoxine T-2 und HT-2 Toxin gehören zur Gruppe der Trichothecene und werden von Pilzen der Fusarienarten gebildet. Man findet diese Toxine häufig in landwirtschaftlichen Produkten wie z.B. Hafer, Mais, Gerste und Weizen. Das Vorkommen und die Konzentrationen sind regional jedoch sehr unterschiedlich. Aufgrund der hohen zytotoxischen und immunsuppressiven Wirkungen stellen T-2 und HT-2 Toxin ein Gesundheitsrisiko für Mensch und Tier dar.

Mit dem wachsenden Bewusstsein für Lebensmittelsicherheit wurden in den vergangenen Jahren in der Europäischen Union Höchstgehalte für bestimmte Inhaltsstoffe in Lebens- und Futtermitteln festgelegt bzw. empfohlen. Dabei sind zunehmend T-2- und HT-2-Toxine in den Fokus gerückt. T-2- und HT-2-Toxine werden von Schimmelpilzen gebildet und schädigen nicht nur Körperzellen direkt, sondern beeinträchtigen den Aufbau lebenswichtiger Zellbestandteile. Reduziertes Körpergewicht, Infektanfälligkeit und Fortpflanzungsstörungen können die Folge sein.

Häufig werden diese Toxine in Hafer, aber auch in Mais, Weizen und Gerste nachgewiesen. Über das Getreide gelangen T-2- und HT-2-Toxine in Lebens- und Futtermittel und belasten durch die Aufnahme kontaminierten Futters Nutz- und Haustiere. Katzen reagieren besonders sensibel auf diese Verunreinigungen. Durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel verursachte gesundheitliche Auswirkungen auf den Menschen werden nicht ausgeschlossen.

Aufgrund der weiten Verbreitung mykotoxinbildender Schimmelpilze kann die Kontamination von Getreide mit T-2- und HT-2-Toxinen nicht vollständig vermieden werden und vorhandene Kontaminationen lassen sich kaum reduzieren, weder durch die üblichen Getreideverarbeitungsprozesse noch durch höhere Temperaturen.

Ungünstige Wetterbedingungen fördern das Wachstum von mykotoxinbildenden Schimmelpilzen. Das häufige Auftreten von T-2- und HT-2-Toxinen und ihre hohe Toxizität veranlasste die Europäische Union im Jahr 2013, Empfehlungen für die Höchstgehalte an diesen beiden Toxinen in Lebens- und Futtermitteln auszugeben. Um diese EU-Richtwerte sicher einhalten zu können, ist eine exakte und verlässliche Analyse des Getreides erforderlich. Hierfür bieten wir ein breites Spektrum an analytischen Lösungen an.

Trichothecene sind eine sehr große Familie von chemisch verwandten Mykotoxinen, die unter anderem von Schimmelpilzen der Gattungen Fusarium, Trichoderma und Trichothecium produziert werden. T-2 / HT-2 Toxin zählt zu den Typ A-Trichothecenen. Daneben gibt es die Typ B-Trichothecene, deren wichtigster Vertreter Deoxynivalenol (DON) ist.

Das könnte Sie auch interessieren

EASI-EXTRACT® CITRININ
 
Immunaffinitätssäulen zur Verwendung in Kombination mit HPLC oder LC-MS/MS zum Nachweis von Citrinin in einer Vielzahl von Produkten.
PuriTox Aflatoxin
 
Festphasensäule für die Probenaufbereitung von Aflatoxin B1, B2, G1 und G2 in Erdnüssen.
EASI-EXTRACT® AFLATOXIN
 
Die Immunaffinitätssäulen werden in Verbindung mit der HPLC oder LC-MS/MS Methode zur Bestimmung von Aflatoxinen B1, B2, G1, G2, M1 und M2 für eine...

Beratung zum Thema Mykotoxine

Fragen? Unser erfahrenes Team unterstützt Sie gern mit individuell zugeschnittenen Lösungen für Ihre Analytik.

Suchbegriff eingeben und Enter drücken